Wie ihr in meinem letzten Beitrag „Auf nach Belfast“ schon gelesen habt, war ich vom 12.02. bis 11.03.2017 im Rahmen eines Auslandspraktikums in Belfast. Was ich mir in meiner Freizeit alles angesehen habe und wie es so war?

Darüber erzähle ich euch jetzt etwas…

In Belfast waren wir in einem großen Apartment in der Ormeau Road untergebracht. Es war mit Doppelzimmern, einem Gemeinschaftsraum, einer Küche und mehreren Badezimmern für 14 Personen ausgelegt. Insgesamt waren wir 12 Personen, die dort wohnten. Die Lage war recht zentral und wir konnten alles gut zu Fuß erreichen. In der ersten Woche, am Montag, hatten wir einen Einstufungstest in der Sprachschule, am Nachmittag ein Meeting und einen Rundgang durch die Stadt mit Intern Europe (näheres dazu im ersten Beitrag). Die restliche Woche hatten ein paar andere und ich die Nachmittage frei. Die Firma meinte wir sollen die Zeit nutzen und uns Belfast ansehen, weil es sich nicht mehr ausgezahlt hätte, nach dem Sprachkurs arbeiten zu gehen. Das haben wir schließlich gemacht. Am Dienstagnachmittag sind wir etwas durch die Stadt spaziert. Dabei haben wir viel Interessantes gesehen, z.B. die City Hall:
 
Auf dem Bild ist die City Hall von Belfast zu sehen, sie wurde 1906 eröffnet. Nicht nur Führungen werden angeboten, sondern die City Hall kann auch für Geburtstage, Hochzeiten und andere Feiern gebucht werden. Sie steht in der Mitte der Stadt und ist somit auch der Treffpunkt in Belfast. Rund um die City Hall befindet sich die größte Shopping-Straße der Stadt. Für alle, die sich die City Hall näher ansehen wollen, hier ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=1dW9gFAnlpg

 

Wir sind auch beim großen Einkaufszentrum „Victoria Square“ vorbeigekommen, das nur 5 Minuten von der City Hall entfernt ist. Darin gibt es nicht nur Geschäfte und Cafés, sondern auch ein Kino. Besonders ist die Glaskuppel des Gebäudes. Wir sind innen ganz hoch bis in die Glaskuppel gegangen und haben von dort aus ganz Belfast bis zum Hafen gesehen.

Belfast selbst hat ca. 280.000 Einwohner_innen und eine Fläche von ca. 115 km². Mehr über Belfast findest du auf: http://visitbelfast.com/

 

 

Am Donnerstag waren wir im Titanic-Museum in Belfast. Das Museum befindet sich im „Titanic Quarter“ auf dem stillgelegten Gelände der Werft Harland & Wolff, wo einst die Titanic gebaut wurde. 110 Jahre nach Untergang dieser eröffnete das Museum. Nicht weit davon befindet sich das Trockendock, in der die Titanic gebaut wurde. Das Dock wurde ein Jahr vor der Planung der Titanic gebaut, in der Hoffnung, dass später einmal Schiffe in dieser Größe gebaut werden.

Das Museum ist ein Muss, wenn man in Nordirland ist, denn dort zu sehen gibt es die Planung, den Bau, die ursprünglich geplanten Routen, den Untergang und noch vieles mehr über die Titanic und ihre Geschichte. Die Zeit im Museum ist für mich wie im Flug vergangen, weil ich sehr viel selber angreifen oder selber ausprobieren konnte. Es gibt mehrere Hologramme, die z.T. mit den Besucher_innen reden. Eine kleinere Achterbahn, die durch einen Teil der Baustelle führt. Dabei sind auch die heute noch beeindruckenden Ausmaße der Kettenglieder oder Schrauben, die verwendet worden sind, sichtbar. Ein Teil der Ausstellung ist die „Discovery Mission“, bei der man die Titanic betaucht hat. Hier kann das Wrack der Titanic mittels einer Simulation selbstständig erkundet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Link zu Museum: http://titanicbelfast.com/

Das erste Wochenende verbrachten wir nicht in Belfast, sondern fuhren nach Dublin, um uns die Stadt näher anzusehen. Dublin ist eine sehr schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Am ersten Tag sahen wir uns die Universität an. Das Trinity College Dublin ist bekannt für seine alten keltischen Bücher und auf dem Universitätsgelände befindet sich eine der ältesten Bibliotheken der Welt, in der Bibliothek man sich „The Book of Kelts“ ansehen kann. Das keltische Buch ist von Hand gemacht und unglaublich detailreich.
 
Am selben Tag haben wir uns auch noch das „Guinness Storehouse“ angesehen. Für alle, die Guinness nicht kennen: Das ist eine 250 Jahre alte Brauerei, die auch das gleichnamige Guinness-Bier herstellt. Wir lernten nicht nur einiges über die Herstellung und die Geschichte, sondern durften auch ein kleines Glas Guinness probieren. Für mich bleibt das aber ein einmaliges Erlebnis. Ich finde, das Bier schmeckt wie abgestandenes Abwaschwasser und die dunkle braune Farbe finde ich auch nicht gerade ansehnlich. Viele meinen, dass das Bier erst nach dem zweiten Glas zu schmecken beginnt. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber nochmal probieren will ich es nicht. Im Inland wird es sehr gerne getrunken, also muss es manchen doch sehr gut schmecken.  

 

 

Link zum Guinness Storehouse: https://www.guinness-storehouse.com/de/ground-floor

Am zweiten Tag fuhren wir mit einem Hop-on-Hop-off-Bus durch Dublin. Das Prinzip der Touristenbusse ist recht einfach: Man kauft einmal ein Ticket, das für einen oder mehrere Tage gültig ist und kann dann mit allen Bussen des Unternehmens in Dublin fahren. Es ist jederzeit möglich auszusteigen, um sich etwas in Ruhe anzusehen, wenn man will. Später fährt man dann ganz einfach mit einem anderen Bus weiter. Die Busse fahren in 10-20-minütigen Abständen. Während der Fahrt wird etwas über die Geschichte von Dublin und seine Sehenswürdigkeiten erzählt. Mir hat Dublin sehr gefallen und ich wäre gerne länger dort geblieben.

Mit der zweiten Woche startete auch der erste Arbeitstag bei meiner Gastfirma „Qualitrol“. Der erste Tag hatte so seine kleinen Schwierigkeiten. Zuerst war die Zugfahrt etwas tückisch, weil es den Anschein hatte, dass der Zug eine Station vor meinem Endbahnhof wieder zurück fährt (was er natürlich nicht getan hat). An meinem Bahnsteig angekommen, folgte ich dem ausgedruckten Plan von Google Maps und musste nach kurzer Zeit feststellen, dass auch Google nicht alles weiß. Dort wo am Plan eine Straße eingezeichnet war, war in Wirklichkeit eine drei Meter hohe Betonmauer (und nein, ich bin nicht zu blöd, um eine Karte zu lesen. Das Handy-Navi hat mich auch zur Mauer geführt). Nach kurzer Zeit hat mich eine ältere Dame angesprochen und gefragt, ob sie mir helfen kann. Keine zwei Minuten später kam dann zufällig ein Arbeiter der Firma vorbei, bei der ich arbeiten sollte. Er hat mir dann den Weg gezeigt und währenddessen haben wir uns etwas unterhalten…

Fortsetzung folgt …

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